Die 7 größten Lügen über Barfußschuhe

Barfußschuhe. Für manche ein stylisches Must-have, auf das sie nicht mehr verzichten wollen. Für andere ein Schuhkonzept, das ihnen irgendwie suspekt ist. Die Unsicherheit kommt meist von Halbwissen – oder einfach vom Unverständnis darüber, was Barfußschuhe eigentlich sind. Hier sind die 7 häufigsten Mythen über Barfußschuhe, die du vielleicht auch schon mal gehört hast.

Die 7 größten Lügen über Barfußschuhe
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1. Sind Barfußschuhe „ungesund“?

Ganz und gar nicht. Wenn du keine ernsthaften orthopädischen Probleme hast, können dir Barfußschuhe sogar richtig gut tun – sie aktivieren deine Fußmuskulatur, fördern die Durchblutung und verbessern deine Motorik. Laut einer Studie, die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurde, werden beim Barfußgehen oder Tragen von Barfußschuhen deutlich mehr Muskeln aktiviert als in herkömmlichen Sneakern.

Wenn du dir unsicher bist, sprich mit einem Physiotherapeuten – und fang langsam an.

2. Kann ich mit Barfußschuhen in der Stadt laufen?

Klar – nur Vorsicht beim Überqueren der Straße. :)

Beton, Pflastersteine, Asphalt – unsere Barfußschuhe sind genau dafür gemacht. Wenn du neu im Barfuß-Game bist, starte mit kürzeren Strecken und steigere die Tragedauer Schritt für Schritt.

Tipps für Einsteiger:innen:

  • Starte mit 30 Minuten pro Tag
  • Wechsle zwischen Barfuß- und normalen Schuhen
  • Höre auf deinen Körper

3. Verursachen Barfußschuhe Plattfüße?

Nein. Plattfüße entstehen meist durch schwache Muskeln, Übergewicht oder falsches Schuhwerk. Barfußschuhe schwächen dein Fußgewölbe nicht – sie fordern und fördern es. Sie regen die Aktivität deiner Zehen und der kleinen Fußmuskeln an.

Was hilft noch zur Stärkung deiner Füße?

  • Zu Hause ganz barfuß gehen
  • High Heels vermeiden
  • Fußgymnastik machen (z. B. Gegenstände mit den Zehen greifen)

4. Friert man in Barfußschuhen?

Nur wenn du Sandalen im Dezember trägst. 

Barfuß bedeutet nicht „immer Sommer“. Es gibt warme, gefütterte Modelle für den Winter, die auch gegen Feuchtigkeit schützen. Achte auch auf passende Socken – sie machen viel aus.

Wenn du oft kalte Füße hast, liegt das meist eher an der Durchblutung als an den Schuhen. Massagen und Bewegung können helfen.

5. Bieten Barfußschuhe keine Unterstützung für das Fußgewölbe?

Brauchen deine Füße überhaupt Unterstützung – oder eher Freiheit? Laut Orthopäd:innen von Harvard Health Publishing sind gesunde Füße durchaus selbstständig. Die Natur hat sie mit Muskeln ausgestattet, nicht mit eingebauten Stützpfeilern.

Was Barfußschuhe dir bringen:

  • Bessere Körperhaltung
  • Mehr Stabilität beim Gehen
  • Weniger Belastung für Knie und Hüften

6. Werden meine Füße größer?

Vielleicht ein bisschen. Deine Füße haben einfach wieder Platz, sich zu entfalten – so, wie sie anatomisch gedacht sind. Und das ist absolut positiv.

7. Sind Barfußschuhe nur was für Ökos?

Ganz und gar nicht. Sie sind für alle, die wollen, dass ihre Füße das tun, wofür sie gemacht sind.

Barfuß ist keine Ideologie – sondern eine bewusste Entscheidung für Design, Gesundheit und natürliche Bewegung. Für dich. Für deine Mama. Für den Läufer im Park oder die Kollegin im Büro. Für deinen Urban Soul.

Sind Barfußschuhe geeignet, wenn ich Plattfüße habe?

+ -

In den meisten Fällen ja – sie können dein Fußgewölbe stärken, wenn du langsam und bewusst umsteigst.

Kann man mit Barfußschuhen in der Stadt laufen?

+ -

Ja – gewöhne dich aber anfangs behutsam an härteren Untergrund

Warum habe ich kalte Füße in Barfußschuhen?

+ -

Das liegt meist nicht an den Schuhen, sondern an der Durchblutung. Bewegung oder warme Socken helfen.

Werden meine Füße größer, wenn ich Barfußschuhe trage?

+ -

Sie vergrößern sich nicht – sie entspannen sich. Und kehren zu ihrer natürlichen Form zurück.

Kann ich Barfußschuhe auch beim Sport tragen?

+ -

Ja, aber beginne mit Spaziergängen. Lauftraining oder Kraftsport solltest du erst starten, wenn deine Füße kräftig genug und gut an Barfußschuhe gewöhnt sind.

Können Barfußschuhe orthopädische Einlagen ersetzen?

+ -

Das hängt von deiner Diagnose ab. Sprich am besten mit einem Physiotherapeuten.